Das ekkrine Porokarzinom ist eine seltene maligne adnextumorale Hautneoplasie, für die bislang nur begrenzte Daten zu Metastasierungsrisiken und zur Rolle der Sentinel-Lymphknotenbiopsie vorliegen. In einer retrospektiven Kohortenanalyse untersuchten die Autoren prognostische Faktoren, die mit einer Metastasierung des ekkrinen Porokarzinoms assoziiert sind und die Indikationsstellung zur Sentinel-Lymphknotenbiopsie unterstützen können. Hierzu wurden Daten aus der National Cancer Database sowie dem Surveillance, Epidemiology, and End Results-Register ausgewertet, und der Zusammenhang zwischen Tumorgröße, lymphovaskulärer Invasion und Metastasierung mittels multivariabler logistischer Regression analysiert. Insgesamt wurden 1.351 Patienten mit ekkrinem Porokarzinom identifiziert, von denen 75 regionale Lymphknotenmetastasen und 15 Fernmetastasen aufwiesen. Tumoren mit einem Durchmesser von mehr als 17 Millimetern zeigten ein relevantes Risiko okkulter Lymphknotenmetastasen, die durch eine Sentinel-Lymphknotenbiopsie nachgewiesen werden konnten. In der Subgruppe mit dokumentierter lymphovaskulärer Invasion war ein hoher Anteil bereits bei Diagnosestellung metastasiert. Insgesamt bestätigen die Ergebnisse, dass Tumorgröße und lymphovaskuläre Invasion entscheidende Prädiktoren für das Metastasierungsrisiko sind und dass bei Tumoren größer als 17 Millimeter oder mit lymphovaskulärer Invasion eine Sentinel-Lymphknotenbiopsie in Erwägung gezogen werden sollte.
Quelle:
Dermatol Surg. 2026 Jan 1;52(1):1–6. http://doi.org/10.1097/DSS.0000000000004737
Factors Associated With Metastasis of Eccrine Porocarcinoma: A Retrospective Cohort Analysis of National Cancer Databases.
Cullison CR, Thomas KM, Rothermel LD, Hoehn RS, Tripathi R, Bordeaux JS.