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Zuletzt geändert von Administrator am 2019/07/02 21:54

Antihistaminika verbessern Melanomprognose (NEWSBLOG)

Diese landesweite schwedische Studie analysierte 6 verschiedene H1-Antihistaminika und das Gesamtüberleben von 24562 Melanompatienten. Etwa 5% der Patienten erhielten antihistaminerge Medikamente. Nur die Verwendung von Desloratadin und Loratadin war mit einem verbesserten Melanomüberleben verbunden. Es ist zu hoffen, dass die gleichzeitige Einnahme von Medikamenten mit den genannten Antihistaminika einen zusätzlichen Nutzen für moderne Melanomtherapeutika bedeuten könnte. Nach Angaben der Autoren scheinen entzündungshemmende Allergiemedikamente ein besonders geeigneter Ansatze für die Suche nach neuartigen Krebstherapeutika zu sein.

Quelle:

Allergy. 2020 Mar 14. http://doi.org/10.1111/all.14273.

Desloratadine and loratadine use associated with improved melanoma survival.

Fritz I, Wagner P, Bottai M, Eriksson H, Ingvar C, Krakowski I, Nielsen K, Olsson H.

PDT bei Pseudolymphom (NEWSBLOG)

Die nachfolgende Publikation berichtet über die erfolgreiche Behandlung eines kutanen Pseudolymphoms mit einer topischen photodynamischen Methylaminolevulinat-Therapie.

Quelle:

G Ital Dermatol Venereol. 2020 Feb 5. http://doi.org/10.23736/S0392-0488.19.06337-5.

Successful treatment of cutaneous pseudolymphoma with topical methylaminolevulinate photodynamic therapy.

Caccavale S, Vitiello P, Ronchi A, Franco R, Jurakic Toncic R, Argenziano G.

Vitamin A p.o. bei Morbus Darier (NEWSBLOG)

Bei einer 24-jährigen Frau wurde klinisch-pathologisch ein Morbus Darier diagnostiziert. Sie wurde erfolgreich mit oralem Vitamin A 25000 IE behandelt, das zweimal täglich verabreicht wurde. Das Ansprechen war innerhalb von 4 Wochen erkennbar und die meisten Läsionen heilten innerhalb von 2 Monaten nebenwirkungsfrei ab. Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass orales Vitamin A eine wirksame und sichere kostengünstige therapeutische Alternative bei Morbus Darier darstellt, insbesondere wenn systemische Retinoide kontraindiziert sind oder nicht toleriert werden.

Quelle:

Indian Dermatol Online J. 2020 Jan 13;11(1):72-78. http://doi.org/10.4103/idoj.IDOJ_85_19

Darier's Disease - Response to Oral Vitamin A: Report of a Case and Brief Review.

Sondhi M, Vashist S, Mahajan VK.

NW unter Anti-PD-1 bei Melanom (NEWSBLOG)

In klinischen Studien sind kutane Nebenwirkungen der häufigste Ausdruck von Toxizität unter Checkpoint-Inhibitoren (Anti-PD-1). In einer Kohortenanalyse mit 189 Patienten mit metastasierten Melanom waren die drei häufigsten kutanen Nebenwirkungen Exantheme (makulopapulös oder ekzematös), Vitiligo und isolierter Juckreiz. Patienten mit kutanen unerwünschten Ereignissen hatten ein besseres Gesamtüberleben.

Quelle:

J Eur Acad Dermatol Venereol. 2020 Feb 20. http://doi.org/10.1111/jdv.16311

Cutaneous adverse events: a predictor of tumor response under anti-PD-1 therapy for metastatic melanoma, a cohort analysis of 189 patients.

Bottlaender L, Amini-Adle M, Maucort-Boulch D, Robinson P, Thomas L, Dalle S.

Darmmikrobiom und Atopie (NEWSBLOG)

Die allergiepräventiven Wirkungen der intestinalen Immunmodulation durch bakterielle Bestandteile sind noch nicht vollständig verstanden. In einer randomisierten, placebokontrollierten Studie mit 606 Neugeborenen mit mindestens einem atopischen Elternteil zeigte ein orales Bakterienlysat aus hitzegetötetem gramnegativem Escherichia coli und grampositivem Enterococcus faecalis, das in den ersten 7 Lebensmonaten angewendet wurde, keinen Einfluss auf die Entwicklung von atopischer Dermatitis, Asthma und allergischer Rhinitis im schulpflichtigen Alter.

Quelle:

Allergy. 2020 Feb 22. http://doi.org/10.1111/all.14247.

Orally applied bacterial lysate in infants at risk for atopy does not prevent atopic dermatitis, allergic rhinitis, asthma or allergic sensitization at school age: follow-up of a randomized trial.

Roßberg S, Keller T, Icke K, Siedmann V, Lau I, Keil T, Lau S.

Eine besondere Differenzialdiagnose (NEWSBLOG)

Multiple fixe Arzneimittelexantheme können eine Parapsoriasis en plaque imitieren.

Quelle:

Case Rep Dermatol. 2020 Feb 4;12(1):25-32. http://doi.org/10.1159/000505477

Multiple Fixed Drug Eruption Mimicking Parapsoriasis en Plaque in a Patient with Hepatitis C Virus Infection.

Katsuta M, Asahina A, Shiohara T.

TNF-alpha-Hemmer bei Livedovaskulopathie (NEWSBLOG)

Die Livedo-Vaskulopathie ist eine rezidivierende thrombo-okklusive Vaskulopathie der Hautblutgefäße, und ihre Standard- oder Erstlinientherapie ist immer noch umstritten. Neben der Hyperkoagulabilität spielen entzündliche Faktoren eine Rolle bei der Pathogenese. Die Monotherapie mit Thrombolytika erzielt aufgrund einer begleitenden Entzündung oft keine ausreichenden Effekte. Bei Patienten mit refraktärer Livedo-Vaskulopathie kann Etanercept bei Hautläsionen und Schmerzen wirksam sein und die Lebensqualität verbessern.

Quelle:

J Dermatolog Treat. 2020 Mar 2:1-18. http://doi.org/10.1080/09546634.2020.1737634.

Efficacy of an anti-TNF-alpha agent in refractory livedoid vasculopathy: a retrospective analysis.

Gao Y, Jin H.

Marker für Systembeteiligung bei Sarkoidose (NEWSBLOG)

Die Immunfärbung für CD163 kann ein neuer und nützlicher Marker sein, um eine systemische Beteiligung bei Patienten mit kutanen Epitheloidzellgranulomen vorherzusagen. Die Dichte von CD163-positiven Zellen in der Studiengruppe der systemischen Sarkoidose war signifikant höher als die in der Gruppe der kutanen Sarkoidose.

Quelle:

J Cutan Pathol. 2020 Mar 3. http://doi.org/10.1111/cup.13675.

CD163-positive macrophage infiltration predicts systemic involvement in sarcoidosis.

Isohisa T, Asai J, Kanemaru M, Arita T, Tsutsumi M, Kaneko Y, Arakawa Y, Wada M, Konishi E, Katoh N.

Terbinafin bei Schwangeren (NEWSBLOG)

Terbinafin ist ein häufig verwendetes Antimykotikum; die Sicherheitsdaten für die Anwendung in der Schwangerschaft sind jedoch begrenzt. Basierend auf einer Kohorte von 1.650.649 Schwangerschaften aus Dänemark wurden orale exponierte (n = 891) und durch topisches Terbinafin exponierte Schwangerschaften (n = 3174) registriert. Bei Schwangeren, die oralem oder topischem Terbinafin ausgesetzt waren, wurde kein erhöhtes Risiko für schwere Missbildungen oder spontane Aborte festgestellt.

Quelle:

JAMA Dermatol. 2020 Mar 4. http://doi.org/10.1001/jamadermatol.2020.0142.

Evaluation of Association Between Oral and Topical Terbinafine Use in Pregnancy and Risk of Major Malformations and Spontaneous Abortion.

Andersson NW, Thomsen SF, Andersen JT.

Statine bei Melanom (NEWSBLOG)

Statine, deren Einnahme vor der Melanomdiagnose begonnen wurde, können der nachfolgenden Studie zufolge das Risiko eines erneuten Auftretens von Melanomen verringern, insbesondere bei Männern und Patienten mit ulzerierten Tumoren. In klinischen Studien ist eine Bewertung der potenziellen Rolle von Statinen bei der Verbesserung der Prognose eines Hochrisiko-Melanoms erforderlich.

Quelle:

Br J Dermatol. 2020 Mar 4. http://doi.org/10.1111/bjd.19012.

Statins may reduce disease recurrence in patients with ulcerated primary melanoma.

von Schuckmann LA, Khosrotehrani K, Ghiasvand R, Hughes MCB, van der Pols JC, Malt M, Smithers BM, Green AC.

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Erstellt von Administrator am 2005/01/28 16:50
 

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