Deucravacitinib ist ein selektiver oraler Tyrosinkinase-2-Inhibitor zur Behandlung der Plaque-Psoriasis und gilt grundsätzlich als gut verträglich, wobei bislang vor allem Akne und Follikulitis als häufige kutane Nebenwirkungen beschrieben wurden. In einer australischen Fallserie berichten die Autoren jedoch über sieben Patienten, die nach Beginn der Therapie eine typische papulopustulöse Rosazea entwickelten. Obwohl bei den meisten Betroffenen eine klinische Besserung der Psoriasis erzielt wurde, führte die Ausprägung und subjektive Belastung durch die Rosazea in allen Fällen zum Absetzen des Medikaments. Die Beobachtungen verdeutlichen, dass Rosazea als potenziell relevante unerwünschte Wirkung von Deucravacitinib auftreten kann und die Therapietoleranz erheblich beeinflusst. Für die Praxis bedeutet dies, dass neu auftretende entzündliche Gesichtsläsionen unter TYK2-Inhibition differenzialdiagnostisch sorgfältig bewertet werden sollten, um frühzeitig geeignete Maßnahmen zu ergreifen und Therapieentscheidungen individuell anzupassen.
Quelle:
Clin Exp Dermatol. 2025 Nov 25;50(12):2482-2485. http://doi.org/10.1093/ced/llaf418.
TYK-ed off by rosacea: an Australian case series of rosacea associated with deucravacitinib.
Warren Z, West C, Sander C, Lai FYX.