Steatokystom

Syn: Talgdrüsenzyste, Ölzyste, Steatom, Steatozystom

Engl: sebaceous cyst

Def: nävoide epitheliale Zyste, in deren Wandung kleine Nester aus Sebozyten eingelassen sind, ohne Ausführungsgang zur Hautoberfläche

Hi: epithelausgekleidete Zyste mit Hornzellmassen im unteren Talgdrüsenfollikel ohne Stratum granulosum 2 5 3

Etlg: - solitäres Steatokystom

KL: wie epidermale Zyste

- Steatocystoma multiplex

Histr: Erstbeschreibung durch Pringle im Jahre 1899

Syn: Sebokystomatose Günter

Engl: Steatocystoma multiplex, Sebocystomatosis

Gen: autosomal-dominante Mutation des Gens KRT17 auf 17q12-q21, das für Keratin 17 kodiert

Vork: nach der Pubertät

KL: multiple, 1-3 cm große intrakutane Zysten

Lok: - männliche Pat.: Sternalbereich, Skrotalregion  

- weibliche Pat.: Axillen, Leisten

Kopl: Entzündung und narbige Abheilung der Zysten

Syn: Steatocystoma multiplex conglobatum

Histr: Erstbeschreibung durch Plewig im Jahre 1979

So: Gardner-Syndrom

Def: Assoziation von Weichteiltumoren (epidermale Zysten, Steatokystome, Dermoidzysten, Fibrome, Leiomyome) mit Schädelosteomen und intestinaler Polypose

Th: - Isotretinoin

Ind: multiple Läsionen

Wirk: Ansprechen individuell unterschiedlich

Dos: bis 1 mg/kg/Tag

- Exzision

Ind: bei kosmetisch störenden Zysten

Altn: Versuch mit Kryotherapie bei kleineren Zysten

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Erstellt von Thomas Brinkmeier am 2019/02/02 21:41
 

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