Patienten, die sich einer chirurgischen Behandlung eines Basalzellkarzinoms unterziehen, weisen häufig psychiatrische Begleiterkrankungen auf und werden nicht selten mit Antidepressiva behandelt. Trotz der etablierten Wirksamkeit dieser Medikamente ist ihr Einfluss auf postoperative Verläufe nach Basalzellkarzinom-Operationen bislang nur unzureichend untersucht. In einer propensity-gematchten Kohortenanalyse untersuchten die Autoren den Zusammenhang zwischen der Einnahme von Antidepressiva und postoperativen Ergebnissen bei operativ behandelten Basalzellkarzinom-Patienten. Auf Basis der TriNetX-Datenbank wurden Patienten im Verhältnis 1:1 entsprechend ihrer Antidepressiva-Exposition gematcht, und postoperative Endpunkte über einen Zeitraum von 90 Tagen analysiert. In der gematchten Kohorte von 3.197 Patienten zeigte sich bei Antidepressiva-Anwendern eine signifikant höhere Rate an Opioidverordnungen innerhalb von 90 Tagen. Darüber hinaus traten bei diesen Patienten häufiger chirurgische Wundinfektionen, Wunddehiszenzen, Krankenhauswiederaufnahmen, Sepsis, stationäre Krankenhausaufenthalte sowie Besuche in der Notaufnahme auf. Insgesamt ist die Einnahme von Antidepressiva bei Patienten mit Basalzellkarzinom mit einem erhöhten Risiko für postoperative Komplikationen assoziiert, was eine erhöhte perioperative Aufmerksamkeit und sorgfältige Risikobewertung in dieser Patientengruppe erforderlich macht.
Quelle:
J Am Acad Dermatol. 2025 Oct;93(4):993–999. http://doi.org/10.1016/j.jaad.2025.06.012
Antidepressant usage and its postoperative outcomes on the surgical management of basal cell carcinomas: A propensity-matched cohort analysis.
Sohail N, Sohail A, Alsaidi A, Dallo M, Koshelev MV.