Langerhans-Zellen

Histr: 1868 von Paul Langerhans (1847-1888) während des Medizinstudiums entdeckt

Def: MHC-Klasse-II-Antigen-tragende antigenpräsentierende dendritische Zellen, die aus dem Knochenmark stammen, als spezialisierte Leukozyten verstanden werden können und die Epidermis gleichmäßig suprabasal besiedeln.

Note: - i. G. zu den basal lokalisierten und unregelmäßig angeordneten Melanozyten neuroektodermaler Abkunft

- Die Epidermis besitzt zwei Arten dendritischer Zellen: Langerhanszellen und Melanozyten. Die Dermis weist ebenfalls zwei Arten dendritischer Zellen auf: Zum einen immunstimulatorische migratorische dendritische Zellen, die den Langerhans-Zellen analog sind, aber keine Granula enthalten, zum anderen Faktor-XIIIa-positive dermale dendritische Zellen, die spezielle Histiozyten darstellen.

Fkt: Antigenpräsentation im Rahmen des afferenten Schenkels T-Zell-abhängiger Immunantworten

Eig: - Expression von MHC-II

- Expression von kostimulatorischen Molekülen B7-1 und B7-2

- Expression von CD1a (Langerhans-Zell-Marker) [From Flickr, Copyrighted work available under ©]

- Expression des akzessorischen Moleküls CD40

- Rezeptorexpression für M-CSF, GM-CSF, TNF-alpha

WW: - TNF-alpha verstärkt die Expression von CD40 und B7-1 (aber nicht B7-2)

- Dexamethason inhibiert die Expression von CD40, B7-1 und B7-2. Dieser Effekt kann durch GM-CSF komplett antagonisiert werden, während TNF-alpha lediglich die CD40-Expression nach Dexamethason wiederherstellt.

- Cyclosporin A und FK506 hemmen die Expression von CD40 und B7-1 leichtgradig (aber nicht von B7-2)

- IFN-gamma aus aktivierten T-Zellen führt zu erhöhter Fas-Expression und dadurch zu verstärkter Apoptose

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Erstellt von Thomas Brinkmeier am 2019/02/02 18:40
  

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