Alopecia triangularis congenita
Alopecia triangularis congenita
Engl: Congenital triangular alopecia, Temporal triangular alopecia
Def: Seltene, umschriebene, nichtvernarbende kongenitale Alopezie, die typischerweise als dreieckige haarlose Zone im Schläfenbereich auftritt
Histr: Erstbeschreibung 1905 durch Sabouraud
Vork: Sehr selten, genaue Inzidenz unbekannt, beide Geschlechter gleich häufig betroffen, Manifestation bei Geburt oder früher Kindheit
Gen: Sporadisch, selten familiäre Häufung; kein gesicherter monogenetischer Erbgang
Ät: Unklar, vermutlich Entwicklungsstörung der Haarfollikelanlage
Pg: Fehlende Anlage funktionstüchtiger Haarfollikel in einem umschriebenen Areal → persistierende haarlose Zone
KL: Umschriebene, meist dreieckige oder lanzettförmige, haarlose Zone, oft unilateral im frontotemporalen Bereich; Haut in der Läsion unauffällig; keine Vernarbung
Lok: Meist frontotemporaler Bereich, unilateral
Di: Klinisch und dermatoskopisch
ALM: Dermatoskopie zeigt Vellushaare und fehlende Terminalhaare im betroffenen Areal
Lab: Keine relevanten Laborbefunde
Hi: Normale Epidermis, reduzierte oder fehlende Terminalhaarfollikel im betroffenen Areal
Ass: In Einzelfällen assoziiert mit Entwicklungsstörungen oder Syndromen (z. B. Down-Syndrom, Phakomatosen)
DD: Alopezia areata, vernarbende Alopezien, posttraumatische Alopezie, Tinea capitis
Prog: Persistierend, spontanes Nachwachsen nicht beschrieben
Lit: Clin Cosmet Investig Dermatol. 2024 May 18;17:1147-1151. http://doi.org/10.2147/CCID.S458753
Th: Meist keine Therapie notwendig; chirurgische Exzision oder Haartransplantation bei kosmetischem Wunsch