Upadacitinib bei ausgedehntem genitalem und extragenitalem Lichen sclerosus (NEWSBLOG 2026)

Zuletzt geändert von Thomas Brinkmeier am 2026/09/10 06:34

Upadacitinib bei ausgedehntem genitalem und extragenitalem Lichen sclerosus (NEWSBLOG 2026)

Bei ausgedehntem oder therapierefraktärem Lichen sclerosus sind systemische Therapieoptionen begrenzt. Ein aktueller Fallbericht beschreibt zwei Patientinnen mit schwerem genitalem und extragenitalem Befall, die auf vorausgegangene Therapien einschließlich Methotrexat, Dupilumab beziehungsweise Phototherapie nicht ausreichend angesprochen hatten. Unter Upadacitinib 15 mg täglich kam es bei beiden zu einer deutlichen Abnahme der Krankheitsaktivität mit weicheren Plaques, verbesserter Hauttextur und Rückgang der betroffenen Körperoberfläche. Bei einer Patientin führte eine Steigerung auf 30 mg täglich zu einer weiteren Verbesserung. Auch die krankheitsspezifische Lebensqualität nahm deutlich zu. Die klinischen Verlaufsbilder dokumentieren insbesondere eine Reduktion der Sklerose und eine Verbesserung der Hautstruktur. Die Beobachtungen stützen die JAK-STAT-Signalübertragung als möglichen therapeutischen Angriffspunkt beim Lichen sclerosus. Aufgrund der bekannten Risiken von JAK-Inhibitoren sind jedoch eine individuelle Nutzen-Risiko-Abwägung und sorgfältige Patientenselektion erforderlich. Die Ergebnisse zweier Fälle sind noch kein Wirksamkeitsnachweis, sprechen aber für eine weitere Untersuchung der JAK-Inhibition bei schweren, multilokulären und therapierefraktären Verläufen.

Quelle:
J Eur Acad Dermatol Venereol. 2026. http://doi.org/10.1111/jdv.70470
JAK inhibition in extensive genital and extragenital lichen sclerosus.
Jaclyn Roland-McGowan, Ella Jeffreys, Erin L. Foster.

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