Der extragenitale Lichen sclerosus stellt therapeutisch häufig eine Herausforderung dar, insbesondere bei unzureichendem Ansprechen auf hochpotente topische Steroide oder intraläsionale Therapien. Eine aktuelle Fallbeschreibung zeigt nun einen innovativen Behandlungsansatz mit kombinierter Laser- und PRP-Therapie. Berichtet wird über einen jungen Patienten mit einem seit sieben Jahren progredienten, sklerotischen Plaque am Oberschenkel, der auf Standardtherapien nicht angesprochen hatte. Nach drei Behandlungszyklen mit fraktioniertem CO₂-Laser in Kombination mit plättchenreichem Plasma (PRP) über sechs Monate kam es zu einer nahezu vollständigen klinischen Remission mit Abflachung der Läsion. Auch histologisch zeigten sich deutliche Regenerationsprozesse: eine Reduktion der Kollagen-Hyalinisierung, Wiederherstellung elastischer Fasern sowie vermehrte Fibroblastenaktivität und Neovaskularisation. Im einjährigen Follow-up blieb der Befund stabil ohne Rezidiv. Die Fallstudie liefert damit Hinweise auf ein mögliches synergistisches Wirkprinzip aus kontrollierter dermaler Remodellierung durch Lasertherapie und regenerativen Effekten durch PRP. Trotz der vielversprechenden Ergebnisse bleibt zu betonen, dass es sich um eine Einzelfallbeobachtung handelt und größere Studien zur Validierung dieses Ansatzes erforderlich sind.
Quelle:
Lasers Surg Med. 2025 Dec 27. http://doi.org/10.1002/lsm.70093.
Successful Treatment of Recalcitrant Extragenital Lichen Sclerosus With Fractional CO(2) Laser and Platelet-Rich Plasma: A Case Report With Histologic Evaluation.
Halim PA, Sirait SP, Wibawa LP, Yusharyahya SN, Ling MSS.